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Copyright: Wolfgang Behrning
2013 - Harzwochenende

24. August

Kennt Ihr schon den schönen Harz? Genau, das ist das Mittelgebirge an der Grenze von Niedersachen zu Sachsen-Anhalt. Dort verbringe ich ein schönes Wanderwochenende bei bestem Wetter und guter Unterkunft. Von Düsseldorf mit knapp 4 Stunden eine etwas lange Anfahrt, die sich aber lohnt. In Erinnerung bleiben werden mir die vielen schmalen Landstraßen ohne Mittelstreifen, dafür aber umso mehr Kurven, der Rettungshubschrauber, der den übereifrigen Motorradfahrer aufsammeln musste und die 306 jährlichen Nebeltage auf dem Brocken, von denen ich glücklicherweise keinen erleben muss.

Am ersten Tag soll man sich ja eingewöhnen und noch nicht soviel tun. Daher fahre ich heute mit der Harzer Schmalspurbahn – ein (mit € 32,00 p. P. teures) Erlebnis für sich -



den Brocken hoch, der mit 1.141 m über N.N. die höchste Erhebung des nördlichen Deutschland bildet. Trotz des schönen Wetters ist es wohl touristisch, aber nicht überfüllt. Von der Aussichtsplattform hat man einen perfekten Rundumblick auf den ganzen Harz und die sich nach Nordosten anschließende Tiefebene.



Bei klarstem Wetter kann man wohl bis Braunschweig, Hannover und Magdeburg schauen, heute ist es in der Ferne etwas diesig, ansonsten scheint die Sonne. Das Fuß- und Radlervolk läuft/fährt von allen Seiten auf die Kuppe des Berges zu. Für Speis und Trank ist hier oben natürlich auch gesorgt, wobei die weitaus meisten der Besucher selbst etwas dabei haben.

Wieder unten angekommen geht es weiter nach Höhlenort Rübeland, wo ich in einer kleinen Pension unterkomme, deren neu gestaltete Zimmer sehr empfehlenswert sind. Etwas gestört haben die Straße und die Güter-Eisenbahn, die wegen der lauten Baustelle, die sich durch den ganzen Ort zieht, längere Zeit rangieren musste. Abendessen gab es daher im nächsten Ort auf einer schönen Außenterrasse mit Blick auf eine aufgebaggerte Straße, auf der es abends naturgemäß ruhig zugeht. Wesentlich ist doch, dass in diesen ländlichen Gebieten Sachsen-Anhalts langsam aber sicher immer mehr touristisch erschlossen und die Infrastruktur qualitativ verbessert wird. In einem Gespräch mit der Pensionswirtin, die sich über mangelnde Arbeitskräfte beklagt, so dass sie ihre Eisdiele täglich um 18:00 h schließen muss, wird deutlich, dass der Tourismus im Ostharz weit hinter dem Westharz hinterherhinkt – trotz vieler Sehenswürdigkeiten (hier z. B mehrere große Höhlen) und interessanten Gegenden (s. morgen).

 

25. August

Nach einem € 6,00 – Frühstück im benachbarten Hotel (Kooperation mit der Pension) fahre ich nach Treseburg und wandere durch das schöne Bodetal bis kurz vor Thale.



Der gut ausgetretene Wanderweg, der steinig und wurzelig andauernd entlang der Bode in stetigen Wellen `rauf und ´runter verläuft, bietet viele Ausblicke auf das Flüsschen – zumindest bei schönem Wetter – und auf die gegenüber liegenden oft dicht bewachsenen Felswände. Neben dem Weg ist die Landschaft so urwüchsig wie möglich gehalten, z. B. wurden über den Weg gekippte Bäume liegen gelassen, nur der Teil des Stammes, der direkt über dem Weg liegt, wurde abgesägt und zur Seite gelegt. Hinweisschilder auf die lebende Natur ringsum laden außerdem zu kurzen Pausen ein.



Kurz vor Thale wandert man durch den Bodetalkessel, wo es eine leicht ausgesetzte Aussichtskanzel gibt, von der man in das dort schon enge Tal, welches an eine Kar erinnert, herunter oder die steilen Felswände hinaufblicken kann. Kurz danach folgt der Anstieg zum Hexentanzplatz



und zum kleinen Tierpark, der immerhin 250 Höhenmeter über dem Talweg liegt. Nach anstrengendem Aufstieg kann man oben verweilen und – wer will – mit der Seilbahn Richtung Thale fahren. Ich will nicht und wandere nach einer Stärkung wieder den gleichen Weg zurück. Dabei stelle ich wieder fest, dass jeder Weg auch in zwei Richtungen interessant ist, da die Einblicke sehr unterschiedlich sein können. Zur abschließenden Stärkung gab es dann noch einen Harzer Windbeutel.



Wieder zurück am Auto, nach ca. 23 Km Wanderstrecke, bin ich doch ziemlich geschafft und froh, nach Hause fahren zu können.

 

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Überarbeitet am  
  31.05.2015  
News  
  Der Text zu meiner letzten Reise von Düsseldorf nach Berlin ist jetzt inkl. Bilder überarbeitet. Viel Spaß beim Lesen und Schauen!  
Buchrezension  
  Momentan lese ich kreuz und quer.