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Copyright: Wolfgang Behrning
1979 Skandinavien
1979 - Skandinavien (keine Fotos)



Radroute 1323443 - powered by Bikemap 

Im Sommerurlaub meines dritten Lehrjahres wollte ich eigentlich mit Freunden nach Spanien fahren. Alles war schon geplant, die Ferienwohnung in der Nähe von Benidorm war gebucht - da kam ein Beinbruch von Bruno dazwischen. Nichts war's mit dem Urlaub im Süden, meine Freunde blieben zuhause und ich musste selbst sehen, was mir Spaß machte.

Da ich zu der Zeit oft Tagestouren unternahm, z. B. Winterberg und zurück - immerhin rund 180 km - entschloss ich mich zu einer dreiwöchigen Fahrradtour. Eine Fahrradtour durch Spanien sollte es aber aufgrund der Sommertemperaturen nicht sein, so dass sich Skandinavien anbot. Tagelang wälzte ich Landkarten und Zugpläne, bis ich die Route zusammen hatte:

Mit dem Zug - Fahrrad vorausgeschickt - nach Göteborg; dort aufs Rad Richtung Stockholm an möglichst vielen Seen vorbei und auf Nebenstraßen; dann von Stockholm nach Oslo und wieder zurück nach Göteborg - ich versuche noch, hier irgendwie eine Karte einzubauen -, also ein fast perfektes Dreieck. Zuletzt wieder mit dem Zug nach Hause.


Das alleine reisen war damals eine völlig neue Erfahrung für mich; in den ersten Tagen, sowohl bei der Zugfahrt als auch beim Fahrrad abholen am Bahnhof, war mein Normalpuls dauerhaft um mindestens 20 Ticks erhöht. Doch es ist gut gegangen, ich musste lediglich etwas Luft im Hinterreifen nachpumpen, dann konnte es losfahren.

Für die 463 Km lange Strecke nach Stockholm brauchte ich sieben Tage, aus meiner heutigen Sicht eigentlich unproblematisch, damals machte mir jedoch schon nach vier Tagen eine Entzündung im Knie zu schaffen, die wohl von der Dauerbelastung herrührte. Ich schleppte mich bis Stockholm zu einem tollen Campingplatz und blieb gleich fünf Tage in der schwedischen Hauptstadt. Der erste Ärger, dass ich nicht direkt weiter fahren konnte, verflog schnell, als ich merkte, wie schön diese Stadt ist. Stockholm liegt inmitten einer Vielzahl kleiner Seen, Verbindungsflüssen und -flüsschen auf zahlreichen grünen Hügeln, dem Schloss des schwedischen Königspaares Drottningholm, dem Vergnügungspark Tivoli und einer entzückenden Innenstadt, in der vor den zahlreichen Straßencafés alte amerikanische Straßenkreuzer langsam flanierten. Fast wollte ich gar nicht wieder weg, doch das Knie wurde wieder gesund und ich konnte weiterfahren.

Da ich durch den Aufenthalt Zeit verloren hatte, musste ich meine Fahrt nach Oslo mit der Bahn fortsetzen; es war damals nicht ganz einfach, da mein Englisch nicht wirklich gut und ich vollständig auf mich allein gestellt war. Trotzdem habe ich es damals geschafft, kam guter Dinge in Oslo an und radelte direkt zu einem Osloer Campingplatz, der hoch über der Stadt auf dem Sofienberg liegt. Ein toller Blick über die norwegische Hauptstadt entschädigte mich für die Strapaze. Am nächsten Tag machte ich mit dem Bus noch einen Ausflug zum Holmenkollen, der wohl bekanntesten Skisprungschanze der Welt.

Endlich konnte ich wieder aufs Rad, nichts tat mehr weh. Die Strecke von Oslo bis zurück nach Göteborg schaffte ich in fünf Tagen; dort wieder Fahrrad aufgegeben und mit dem Liegewagen zurück nach Hause.

Die schönsten Eindrücke meiner Tour waren die erste Fahrradwoche mit Campingplätzen an Seen und in Wäldern, die erste Mittsommernacht meines Lebens und Stockholm. Bilder aus dieser Zeit habe ich leider keine mehr, die Dias, die ich damals machte, sind irgendwie im Laufe der Jahre verloren gegangen. Stockholm und überhaupt Schweden ist eines der Ziele, die ich mir für die nächsten Jahre neu vorgenommen habe.


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Überarbeitet am  
  31.05.2015  
News  
  Der Text zu meiner letzten Reise von Düsseldorf nach Berlin ist jetzt inkl. Bilder überarbeitet. Viel Spaß beim Lesen und Schauen!  
Buchrezension  
  Momentan lese ich kreuz und quer.